Das kosten Wohnungen in Berlin

Bis zu 30 Prozent hoch ist der Wohnkostenanteil in begehrten Lagen von Berlin-City. In diesen Lagen steigen auch die Immobilienpreise. Das ist das Ergebnis einer Studie von ImmobilienScout24. Natürlich zeigt uns das: Die Zeiten billigen Wohnens sind vorbei. Doch Wohnen ist auch ein Wert, der in den vergangenen Jahren vielfach gering geschätzt wurde. Dies ändert sich jetzt allmählich. Deutlich wird das in dem Bedürfnis vieler Berliner nach luxuriös sanierten Wohnungen. Unsere Erfahrung: Immer mehr Menschen investieren verstärkt in die eigenen vier Wände und verzichten im Gegenzug zum Beispiel auf den Zweit- oder Drittwagen. Gleichzeitig verbessert sich aber auch die finanzielle Situation vieler Berliner. Die durchschnittlichen Haushaltsbruttoeinkommen kletterten nach oben und lagen im zweiten Quartal 2014 bei 3022 Euro – so das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Bei vollbeschäftigten Arbeitsnehmern betrug der Bruttoverdienst durchschnittlich 3716 Euro.

Besonders spannend sind die Gebiete in denen Citynähe, Wohnen im Grünen und Wassernähe zusammenkommen. Aber auch die Szeneviertel erfreuen sich weiter steigender Beliebtheit. Berlin-Mitte, Prenzlauer Berg, Kreuzberg und Friedrichshain – sie alle haben Wohnungsengpässe. Beliebt – und damit auch teuer – sind die Gebiet am Cityrand wie Pankow und Köpenick. Günstig wird es dagegen in Marzahn und Kaulsdorf. Allerdings haben diese Viertel laut ImmobilienScout24 durch die Plattenbausiedlungen ein umstrittenes Image.

Generell wird über alle Stadtteile hinweg deutlich, dass eine gute Wohnung in Berlin attraktiver ist als je zuvor. Wir stark das Interesse an der Bundeshauptstadt ist zeigt, dass derzeit 50.000 Neu-Berliner lediglich 10.000 neue Wohnungen gegenüber stehen. Ich glaube, dieser Rückstand wird auch 2015 nicht aufzuholen sein und der Wert der Wohnungen wird weiter steigen.

Ihr Bernd Ehret